Besuch bei der Möbelmanufaktur Molteni

Der Molteni Konzern gehört zu den bedeutendsten der italienischen Möbelbranche.

Einer Einladung von Molteni nach Giussano bei Mailand folgen wir immer sehr gerne. Denn das bedeutet wertvolle Zeit für uns. Zeit mit den Menschen die für Molteni arbeiten. Zeit jedes Möbel genau kennenzulernen und uns so immer wieder von der Qualität der Möbelfertigung zu überzeugen. Einfach Zeit, unserer Lieblingsbeschäftigung nachzugehen: uns von gutem Design inspirieren zu lassen.

 

Das Molteni Museum

Kaum eingetreten, tauchen wir in die Welt des Designs von Molteni. Im Museum finden sich Möbel aus einer anderen Zeit, die jedoch nicht in die Jahre gekommen sind. Modelle, die wir jederzeit mit jüngeren Modellen kombinieren würden. Materialien, die man sofort anfassen und ihre Funktionalität ausprobieren möchte.

Hier in der Sammlung wird schon an den Modellen aus den frühen Jahren nach Firmengründung deutlich, was Molteni bis zum heutigen Tag von anderen Unternehmen unterscheiden wird. Denn das Design wird nicht fortwährend von einem firmeninternen Team entwickelt, sondern in Kooperation mit den unterschiedlichsten externen Kreativen.

Einige im Museum ausgestellte Klassiker werden heute wieder in limitierter Stückzahl neu aufgelegt. So arbeitete Gio Ponti, der große Mailänder Architekt und Designer bereits in den Fünfziger Jahren mit Molteni zusammen. Seine Kommode D.655.1 ist nun wieder erhältlich. Ebenso der Sessel D.154.2.

 

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sessel 

Die Kommode des Schweizer Architekten Werner Blaser. Der erste Prototyp des modernen Möbels gewann im übrigen 1955 den internationalen Wettbewerb in Cantu. Die Jury bestand unter anderen aus Alvar Aalto, Finn Juhu und Gio Ponti.

 

Kommode

 

Der Showroom

Wir lassen uns ja immer gerne beim Durchblättern eines neuen Molteni-Kataloges inspirieren, doch neue Produkte „live“ zu erleben ist etwas komplett anderes. Im Showroom erstreckt sich für Karen und mich ein Interiorparadies. Hier können wir jedes Möbel auf seine Funktionalität prüfen und das Design in ganzer Größe erfahren. Vor allem aber können wir die Materialien spüren und die Möbel in Ruhe auf uns wirken lassen. Nur ruhig darf man sich Karen und mich im Showroom allerdings nicht vorstellen. Alle Modelle und alle Stoffmuster zur Verfügung zu haben, versetzte uns zuweilen in sehr große Begeisterung!

Besonders freuen wir uns auf ein neues Möbel des belgischen Architekten Vincent van Duysen, das Sofa Paul. Und wenn es möglich ist sich in ein Sofa zu verlieben, so können wohl alle Anwesenden bezeugen, dass es zwischen Paul und mir gefunkt hat! Paul ist vollkommen klar im Design, die großen Kissenauflagen bieten darüber hinaus ein ganz neues Erscheinungsbild und vor allem ist er unglaublich bequem. Hätte ich nicht bereits zwei wunderbare Holiday Sofas von Molteni in meinem Zuhause, wäre Paul wohl bald ein neues Familienmitglied.

 

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Eine schöne Variation des Systems „505“ von Nicola Gallizia, zwei Elemente „Pass-Word“ von Dante Bonuccelli und der Tisch „Domino Next“ von Nicola Gallizia.

 

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Zwei Modelle von Rodolfo Dordoni. Das Bett „Fulham“ und der Stuhl „Chelsea“.

 

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Die Fertigung

In den dreißiger Jahren von Angelo Molteni mit dem Handwerksbetrieb Molteni gegründet entwickelte sich der Konzern bis zur modernen Manufaktur mit industriellen Fertigungsmethoden. Beim Besuch der Produktionsstätten fällt auch eine weitere  Besonderheit auf: Von Produktionsbeginn an wird an einem speziellen Auftrag gearbeitet. So hat jedes Holzbrett von Anfang an seine Bestimmung in einem Möbelstück. Dafür werden diese bereits zu Beginn entsprechend gekennzeichnet. Somit kann die Produktion 100 prozentig kontrolliert und darüber hinaus ein vollständiger Herstellungszyklus aufgewiesen werden.

Die langjährige Handwerkstradition des Betriebes wird in jedem Arbeitsschritt deutlich. Edle Materialien werden sorgfältig verarbeitet und zudem in technologisch innovativer Qualität gefertigt.

 

Während unseres zweitägigen Besuches wird uns einmal mehr bewusst wie sehr die Marke für Beständigkeit steht. Wir können uns stets auf gutes Design und ausgezeichnete Qualität verlassen. Doch auch die Beständigkeit der Mitarbeiter ist für uns bedeutsam. Denn es ist wichtig und tut gut, um die Verlässlichkeit unserer langjährigen Ansprechpartner dort zu wissen.

Vielen Dank Molteni für die inspirierende Zeit und bis zum nächsten Mal!

Herzlichst,

Verena Stürzer

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